01/2010 Darmstadt Oliver Tamagnini, geboren 1968 in Frankfurt am Main, beginnt 1992 mit seiner Ausbildung als Fotograf. 1998 wird seine erste Einzelausstellung Wir sind endlich Wer, Porträts von Menschen mit geistiger Behinderung, in den Frankfurter Römerhallen gezeigt. Es folgen u.a. das Fotoprojekt Auschwitz, für das Tamagnini längere Zeit im Konzentrationslager Auschwitz verbringt und seine Filme im ehemaligen Fotolabor des KZ’s entwickelt. Entstanden sind dabei eindrucksvolle, intensive Bild-Erinnerungsblitze, die authentische Kraft entfalten. Bilder seines Kuba-Aufenthalts werden 2004 bei Ernst&Young ausgestellt, 2005 wird seine Ausstellung Me, myself and I im 1822 – Kunstforum gezeigt. Tamagnini ist Träger des Martha Hoeppffner Preises und des Kodak European Gold Award. Tamagninis Bilder entstehen meist während vermeintlich alltäglicher Situationen und bieten dem Betrachter neue inhaltliche Perspektiven. Seine meist aufwändig inszenierten Traumbilder voller symbolträchtiger Details mit fantastischem Aufbau gelten als zeitlos modern.
